Geschichtliche Daten im Überblick, Stationen erfolgreichen Wirkens des SoVD
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| 23.05.1917 | Gründung des Reichsbundes.
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| 1918 | Durchsetzung der Mitarbeit des Reichsbundes im Reichsausschuss für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebenenfürsorge.
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| 1918 | Mitwirkung bei den Gesetzgebungsvorarbeiten für ein Reichsversicherungsgesetz, welches am 12.Mai 1920 verabschiedet wird.
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| 15.01.1919 | Frauen können Mitglied im Reichsbund werden.
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| 1919-1923 | Mitwirkung bei der Schaffung des Gesetzes über die ~Beschäftigung Schwerbeschädigter in der Fassung vom 12. Januar 1923 (Durchsetzung des Kündigungverbotes für Schwerbeschädigte).
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| 04.09.1924 | Gründung der späteren Reichsbund-Wohnungsbaugesellschaft.
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| 1920-1929 | Mitwirkung bei der Weiterentwicklung des Reichsversorgungsgesetzes.
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| 29.04.1933 | Auflösung des Reichsbundes.
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| 29.11.1946 | Wiedergründung des Reichsbundes.
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| 26.08.1949 | Wiedergründung der Wohnungsbaugesellschaft.
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| 1949-1950 | Der Sozialverband Reichsbund legt dem Bundestag den Entwurf eines Gesetzes über die Versorgung der Opfer des Krieges vor. Am 1. Oktober 1950 tritt das Bundesversorgungsgesetz in Kraft.
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| 1950-1957 | Die Forderungen des Sozialverbandes Reichsbund nach Angleichung der Renten aus der Sozialversicherung an das veränderte Lohn- und Preisgefüge werden in wesentlichen Teilen mit dem Rentenversicherungsneuregelungsgesetz vom 1. Januar 1957 erfüllt.
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| 1950-1969 | Der Sozialverband Reichsbund erreicht in sechs Novellen und drei Neuordnungsgesetzen zum Bundesversorgungsgesetz Leistungsverbesserungen für Kriegsopfer.
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| 1953 | Der Sozialverband Reichsbund wirkt bei der Durchsetzung des Gesetzes über die Beschäftigung Schwerbeschädigter vom 16. Juni 1953 mit und erreicht die Einführung einer Ausgleichsabgabe für jeden nicht besetzten Pflichtarbeitsplatz.
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| 1960-1979 | Aufbau der sechs Reichsbund-Erholungsheime.
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| 1962 | Der Sozialverband Reichsbund erreicht die Abkehr von der diskriminierenden Armenfürsorge und die Zusammenfassung des zersplitterten öffentlichen Fürsorgerechts durch die Schaffung des Bundessozialhilfegesetzes vorn 1. Juni 1962.
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| 1964-1965 | Der Sozialverband Reichsbund erreicht die Beseitigung von unbilligen Härten in der Rentenversicherung durch die so genannte Härtenovelle vom 2. April 1965.
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| 04.01.1964 | Verlegung der Bundesgeschäftsstelle nach Bonn.
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| 01.01.1969 | Aufbau der Reichsbund-Jugendarbeit.
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| 1970 | Ein entscheidender Durchbruch in der Kriegsopferversorgung wird mit der Dynamisierung der Versorgungsleistungen durch das 1. Anpassungsgesetz zur Kriegsopferversorgung vom 26.01.1970 vollzogen. Auf Initiative des Sozialverbandes Reichsbund werden die Rehabilitationsleistungen im Rehabilitationsangleichungsgesetz vom 07.08.1974 koordiniert.
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| 1970-1980 | Mitwirkung in der Sachverständigenkommission für ein Sozialgesetzbuch, das die Aufgabe hatte, die Leistungsvoraussetzungen und Leistungen des zersplitterten Sozialrechts zu harmonisieren.
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| 1974 | Einen seiner größten Erfolge erreicht der Sozialverband Reichsbund mit dem am 25 Januar 1974 verabschiedeten Schwerbehindertengesetz in dessen Schutz alle Behinderten unabhängig von der Ursache der Behinderung einbezogen werden (Verwirklichung des Finalitätspritizips).
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| 1975 | Der Forderung des Sozialverbandes Reichsbund nach Einbeziehung der in Werkstätten und Heimen beschäftigten Behinderten wird durch das Gesetz über die Sozialversicherung Behinderter vom 7.Mai 1975 Rechnung getragen.
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| 1978 | Auf Initiative des Sozialverbandes Reichsbund wird eine flexible Altersgrenze für Schwerbehinderte eingeführt, nach der dieser Personenkreis bereits mit Vollendung des 60. Lebensjahres Altersruhegeld beziehen kann.
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| 01.09.1978 | Inbetriebnahme des Berufsbildungswerkes Bremen.
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| 17.12.1982 | Eröffnung des Hotels Mondial.
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| 30.05.1983 | Eröffnung der Behindertenwerkstatt in Witten.
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| 1982 | Der Sozialverband Reichsbund kämpft gegen den Sozialabbau im Rahmen der Haushaltsgesetze der Strukturgesetze in der Krankenversicherung und Rentenversicherung und kann in Teilbereichen weitergehende Leistungsverschlechterungen verhindern.
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| 1987 | Der Sozialverband Reichsbund erreicht die stufenweise Anerkennung von Kindererziehungszeiten auch für die vor 1921 geborenen Mütter durch das Kindererziehungsleistungsgesetz vom 1 Oktober 1987.
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| 1989 | Der Sozialverband Reichsbund erreicht strukturelle Verbesserungen für die Kriegsopfer durch das KOV.
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| seit 1990 | Wiederaufbau des Reichsbundes in den neuen Bundesländern.
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| 09.09.1991 | Inbetriebnahme des Berufsbildungswerkes Stendal.
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| 1990/1991 | Die Übertragung des Bundesversorgungsgesetzes auf die neuen Bundesländer zum 1 Januar 1991 ist maßgeblich auf den Einsatz des Sozialverbandes Reichsbund zurückzuführen.
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| 1991-1992 | In gleichlautenden Entschließungen sprechen sich Bundestag und Bundesrat für eine Verbesserung der sozialen Sicherung der Frauen aus; das Bundesverfassungsgericht verpflichtet den Gesetzgeber dem Lebenssachverhalt Kindererziehung künftig in weitergehendem Masse als bisher Rechnung zu tragen. Diese politischen Festlegungen auf eine verbesserte Alterssicherung der Frauen sind nicht zuletzt auf die ständigen Mahnungen des Sozialverbandes Reichsbund und verschiedene Musterprozesse zurückzuführen.
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| 1992 | Mit der Erhöhung des Bundeszuschusses und der erweiterten Anrechnung von Kindererziehungszeiten durch das Rentenreformgesetz 1992 werden wichtige langjährige Forderungen des Sozialverbandes Reichsbund durchgesetzt.
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| 01.04.1993 | Errichtung eines Verbindungsbüros des Bundesvorstandes in Berlin.
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| 1994 | Die Verabschiedung des Pflege-Versicherungsgesetzes (SGB Xl) ist letztlich auch ein Erfolg der ständigen Bemühungen des Sozialverbandes Reichsbund zur Verbesserung der sozialen Sicherheit bei Pflegebedürftigkeit. Die Aufnahme des Benachteiligungsverbots für behinderte Menschen in das Grundgesetz kann als großer Erfolg aller Behindertenverbände und natürlich des Sozialverbandes Reichsbund gelten. Die Forderungen des Sozialverbandes Reichsbund für eine barrierefreie und behindertengerechte Bauweise haben in einigen Landesbauordnungen - so z B in Hessen- Eingang gefunden.
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| 08.04.1995 | 2. Landesverbandstagung in Thüringen.
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| 1997 | Unterschriftenaktion des Verbandes "Ihr Recht auf Rente".
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| 1998 | Der Verband legt der Regierung Eckpunkte zur Umsetzung des Gleichbehandlungs und Benachteiligungsverbotes zugunsten behinderter Menschen vor. Aktionsprogramm Rehabilitation 2000. Forderung für ein Gleichstellungsgesetz in Deutschland.
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| 06.-08.10.1999 | 14. Bundesverbandstagung in Celle, Beschluss der Umbenennung des Verbandes in Sozialverband Deutschland e.V. (SoVD).
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| 28.10.1999 | Protestveranstaltung des Verbandes in Berlin "Hände weg von den Renten".
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| 01.01.1999 | Nach dem der Reichsbund Verfassungsklage eingereicht hat erfolgt mit Urteil des Bundesverfassungsgerichtes eine Anpassung der Kriegsopferrenten "Ost".
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| 24.05.2000 | "10 Jahre Reichsbund in Thüringen".
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| 01.07.2000 | Verlegung der Bundesgeschäftsstelle von Bonn nach Berlin.
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| 2001 | SoVD setzt sich für die Zukunft sozialer Dienste ein. Aktion gegen "Gewalt in der Pflege".
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| 2002 | 10 Forderungen für ein Rehabilitationsgesetz für behinderte Frauen.
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| 01.05.2002 | Behindertengleichstellungesgesetz in Deutschland, SoVD als Behindertenverband anerkannt.
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| 01.01.2003 | Grundsicherung-Ihr gutes Recht-der SoVD informiert.
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| 17.05.2003 | Protestaktion am "Brandenburger Tor" in Berlin gegen Pläne der Bundesregierung zur Gesundheitsreform.
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| 27.02.2004 | Protestaktion des SoVD in Hannover gegen die Rentenreform 2004.
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| 03.11.2006 | Aktion des SoVD gegen "Gewalt in der Pflege".
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| 26.01.2007 | Erwerbstätigenversicherung statt Rente mit 67, gemeinsames Konzept von SoVD, DGB und Volkssolidarität für eine Erwerbstätigenversicherung.
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| 11.05.2007 | SoVD legt Positionspapier zur Reform der Pflege vor.
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| 23.05.2007 | 90 Jahre SoVD, 90 Jahre für Demokratie und soziale Gerechtigkeit.
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